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Brand im Internat der Berufsschule Schärding ...

… lautete die Übungsannahme für die Räumungsübung am Dienstag, 18. Sept. 2018.

Die Übungsannahme: Ein Schüler wurde beim Rauchen in einem WC überrascht, warf die Zigarette weg und flüchtete, was schlimme Folgen nach sich zog – ein Glimmbrand entstand. Des Weiteren flüchtete der Schüler in sein Zimmer, stürzte aber vor der geöffneten Zimmertür und fiel zu Boden. Nach kurzer Zeit waren der gesamte Gang und auch das geöffnete Zimmer verraucht. Durch die Brandmeldeanlage wurden die Erzieher rasch auf den Brand aufmerksam und gaben den Alarm sofort an die Landeswarnzentrale weiter und die Rettungskette war somit in Gang gesetzt.

Jetzt waren die Erzieher gefordert, die knapp 200 Schüler zu informieren. Per Lautsprecherdurchsagen wurden die Schüler laufend aufgerufen Ruhe zu bewahren und in den Zimmern zu bleiben. In jene Zimmer, die zum verrauchten Gang, sollen die Türen mit feuchten Handtüchern abgedichtet werden.

Nach wenigen Minuten traf die Feuerwehr Schärding mit dem Kommandofahrzeug ein und sperrte die Ziergartenstraße für den Verkehr und der Einsatzleiter führte die erste Lageerkundung durch. Da der Gang im 2. Stock bereits voll verraucht war und niemand wusste, ob es Verletzte gibt, war rasches Handeln gefordert. Eine Löschwasserleitung wurde gelegt und zwei Atemschutztrupps wurden zum Brandherd geschickt. Dabei stießen die Trupps auf einen Verletzen im Gang und fanden drei weitere, teilweise nicht mehr ansprechbare Schüler, in einem offenen, verrauchten Zimmer.

Priorität hatte die Bergung der Verletzten. Der schwer verletzte Schüler wurde ins Stiegenhaus außerhalb des Brandabschnittes gebracht und Erzieher leisteten Erste Hilfe. Zwischenzeitlich wurde auch das Rote Kreuz alarmiert. Zwei ansprechbare Schüler konnten mit den Feuerwehrleuten gehend den Brandabschnitt verlassen. Ein weiterer Schüler lag im oberen Stockbett und war bewusstlos. Dieser wurde von den Atemschutztrupps geborgen und den bereits eingetroffenen Rettungssanitätern bzw. Notarztteam zur Weiterversorgung übergeben.

Eine zweite Löschwasserleitung über die Fluchtwegstiege wurde gelegt und der Brand konnte rasch gelöscht werden. Mit Hochleistungslüftern wurde der Brandabschnitt rauchfrei gemacht.

Parallel zur Brandbekämpfung wurden alle Schüler des Internates, ausgenommen jene vom verrauchten Brandabschnitt, aufgefordert, das Internat zu verlassen und sich am Sammelplatz zu begeben. Die Schüler vom benachbarten Brandherd wurden mit der Drehleiter in Sicherheit gebracht. Nach kurzer Zeit konnten auch die Schüler von den Zimmern im Brandabschnitt durch den rauchfreien Gang das Internat Richtung Sammelplatz verlassen.

Nun waren wieder die Erzieher gefordert, die mehr als 180 Schüler auf Anwesenheit zu kontrollieren – eine wichtige Tätigkeit um festzustellen, ob sich ev. noch Schüler im verrauchten Brandabschnitt befinden.

Während viele Feuerwehrmänner der FF Schärding bereits mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren, hatten die Rettungssanitäter und das Notarztteam alle Hände voll zu tun, um die Verletzen zu versorgen und für den Transport in das Krankenhaus vorzubereiten.

Die rasch eingetroffene Polizei sorgte vorerst für die Verkehrsregelung bei den Zufahrtsstraßen und in weiterer Folge nahm sie die Ermittlung der Brandursache auf. Außerdem war die Polizei behilflich, als der Sammelplatz zum nahegelegenen Feuerwehrhaus verlegt wurde.

Nach der Übung trafen sich die Teilnehmer im Feuerwehrhaus der FF Schärding zur Übungsnachbesprechung. Hierbei wurde die gelungene Zusammenarbeit zwischen Internat, Feuerwehr, Rettung und Polizei hervorgehoben.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Internatsleitung für die Verpflegung bei der Übungsnachbesprechung und an die Brauerei Baumgartner für die Getränkespende.

 

Einiges zur Einsatzstatistik:

·         ca. 180 Schüler des Internates

·         FF Schärding mit einem Kommandofahrzeug, zwei Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter mit insgesamt 28 Mann

·         Rotes Kreuz mit zwei Rettungsfahrzeugen und einem Notarzteinsatzfahrzeug mit insgesamt 10 Einsatzkräften und 4 Übungsbeobachter

·         Polizei mit zwei Einsatzfahrzeugen und 5 Mann

 

·         Ca. 40 Personen (Lehrer und Personal) von Schule und Internat, die den Übungsverlauf beobachtet hatten